12. Juni 2008

Erinnern oder fotografieren?

Mir hat mal jemand von jemandem erzählt der im Amazonas lebt. Er stllte fest das dieser keine Kamera besitzt und fragte: „Du siehst jeden Tag so viele schöne Dinge – willst du die nicht festhalten?“ Darauf kam die Antwort: „Das mach ich doch. Wenn ich etwas schönes sehe schliesse ich die Augen und vergewissere mich das ich es auch noch mit geschlossenen Augen sehe. So kann ich mich jederzeit daran erinnern.“


Vor 2 Wochen ging ich bei Sonnenuntergang einkaufen. Auf dem Weg sah ich eine Kirche – umgeben von Gewitterwolken – nur das Zifferblatt wurde von der Sonne goldrot beleuchtet. Zuerst wünschte ich mir ich hätte meine Kamera dabei, doch ich schloss die Augen und prägte es mir ein. Ich sehe es noch vor mir als wäre es vor einer halben Minute gewesen.


Das finde ich einen sehr schönen Ansatz. Wenn ich fotografiere dann aus zwei Gründen: 1. Ich will ein kunstvolles Bild für andere machen das eine Geschichte erzählt. 2. Ich mache ein Foto um mich später an diesen Moment zu erinnern und die damit verbundenen Gefühle festzuhalten. Da 1 nur selten gelingt, ich bin ja kein Profifotograf, trifft meistens 2 zu.


Folgende Kamera treibt das noch weiter und hält den Moment von jemand anderem fest:




Und hier noch ein Video von Stephen Wiltshire - der wird nie eine Kamera brauchen:

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Das mit dem "Augen schließen" ist ein schöner Gedanke! Trotzdem würde ich gerne noch viel mehr fotos machen und ärgere mich oft, dass ich keine Kamera dabei habe oder manche Momente so schnell schon wieder vorbei sind...